Hochverfügbarkeit in Kommunikationssystemen ein
Muss
Es steht außer Frage, dass wir heutzutage im
Kommunikationszeitalter leben. Noch nie hatten wir eine solcherart umfangreich ausgebaute Infrastruktur
hinsichtlich der Kommunikation. Immens ist entsprechend nicht nur die Menge an Energie, die dieses
Kommunikationssystemen aufrechterhält. Auch der Aufwand, um diese Infrastrukturen nahezu fortlaufend zu
gewährleisten, ist enorm! Eine wichtige Rolle in unserem Kommunikationssystem spielen die modernen Rechenzentren.
Betrachtet man den Aufwand, der dort betrieben wird, um eine Hochverfügbarkeit (wie sie für unser
Kommunikationssystem unabdingbar ist) aufrechtzuerhalten, dann bekommt man eine ziemlich genau Vorstellung von der
Arbeit, die dahinter steckt.
Zunächst einmal ist ein modernes Rechenzentrum auf eine Unterbrechungsfreie
Stromversorgung angewiesen. Um diese zu gewährleisten, werden weitgehende technologische Grundlagen für
Hochverfügbarkeit geschaffen. Besonders deutlich wird das bei der Hochverfügbarkeit von IT. Überhaupt laufen
heutzutage fast alle großen Archivierungen (wie beispielsweise von Versicherungen und Banken, geschweige denn vom
Internet) auf entsprechenden Festplatten bzw. Servern. Diese müssen fortlaufend im Online Betrieb sein, wenn die
darauf hinterlegten Informationen und Infrastrukturen rund um die Uhr nutzbar sein sollen. Insofern ist eine
unterbrechungsfreie Stromversorgung absolut notwendig.
Der Aufbau dieser Hochverfügbarkeit ist technologisch meist wie folgt beschaffen:
Mittlerweile sind moderne Server derart ausgestattet, sodass jeder von diesen mit zwei Netzteilen bestückt ist.
Jedes dieser beiden Netzteile erreicht völlig aus, um den jeweiligen Server komplett mit Strom zu versorgen. Der
Hintergedanke ist jener, dass wenn ein Netzteil ausfällt oder aus Gründen der Wartung vorübergehend nicht verfügbar
ist, das andere Netzteil sofort die Arbeit übernehmen kann.
Allerdings bedeutet die Definition von Hochverfügbarkeit bzw. von unterbrechungsfreier
Stromversorgung nicht, dass tatsächlich niemals der Strom abreißt. Wenn zwischen den zuführenden Netzteilen
geschaltet wird, fließt für wenige Millisekunden kein Strom. Allerdings führt diese lächerlich kurze Zeitspanne
niemals zum Ausfall der angeschlossenen Geräte, sodass kein Nutzer jemals etwas davon bemerken
wird.
|